Ölverbrauch
Jeder Motor hat einen Ölverbrauch. Schmiermittelreste gelangen an den Kolbenringen vorbei in den Verbrennungsraum und werden dort verbrannt. Teile des Öles gelangen auch über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Verbrennungsraum. Öl gelangt auch an den Ventilschaftdichtungen vorbei in den Ansaug- und Abgaskanal. Der Ölverbrauch ist zudem stark davon abhängig mit welchem Temperaturniveau der Motor betrieben wird und in welchem Drehzahlbereich der Motor benutzt wird. Als üblich gelten dabei Ölverbräuche von etwa 0,1 bis 1,0 kg Öl pro 1000 gefahrene Kilometer. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Ölverbrauch erst nach Beendigung des Einfahrprozesses normales Niveau erreicht.
Der Ölverbrauch eines Motors, hängt im Wesentlichen von den folgenden Faktoren ab:
Passung der Kolbenringe in den Kolbenringnuten. Verschleiß der Kolbenringe bzw. der Kolbenringnuten verursacht zunehmendes Höhenspiel der Kolbenringe in den Nuten. Durch wechselndes Anliegen der Kolbenringe an der Ober- und Unterseite der Kolbenringnut wird Öl in den Verbrennungsraum gepumpt und dort verbrannt. Dabei können sich auch Ölkohleablagerungen an Kolben und Verbrennungsraum bilden.
Form und Anpressdruck der Kolbenringe.
Der Ölverbrauch hängt im Wesentlichen von den konstruktiven Gegebenheiten ab und kann durch das Motoröl nicht beeinflusst werden. Dichtheit der Ventilführungen und Ventilschaftdichtungen. Verschleiß der Abdichtungen an den Ventilführungen ist häufiger Grund für einen erhöhten Ölverbrauch. Durch den Ansaugrohr-Unterdruck wird Motoröl an den Abdichtungen vorbei in den Ansaugkanal angesaugt und von dort dem Brennraum zugeführt. Öldichtigkeit des Motors nach außen. Defekte, undichte Kopf- und Deckeldichtungen bzw. Radialwellendichtringe führen zu einem sichtbaren Ölverlust, der in den meisten Fällen aber keine große Ölverbrauchsmenge ausmacht.
Verdampfungsverluste des Motoröls bei hohen Öltemperaturen.
Motoröl, das an heiße Motorenbauteile gelangt (Kolbenringe, Kolben) kann ab bestimmtem Temperaturen verdampfen. Hier sind die Verluste bei herkömmlichen Mineralölen höher als bei synthetischen Motorölen.